„Wie haben Sie das denn geschafft?“ – „Ich weiß nicht, ich hab es einfach gemacht!“

Schon jahrelang beschwere ich mich darüber, dass ich es im Alltag nicht schaffe, regelmäßig zu lesen. Ich nerve mich regelrecht selbst mit immer wieder gleichem Thema und schaffe es doch nicht, es zu verändern: Im Urlaub verschlinge ich ein Buch nach dem anderen, tauche in andere Welten ab und bin glücklich darüber, endlich mal wieder Zeit zum Lesen zu haben. Hier seht ihr die Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Vielmehr noch, sie mir zu nehmen. In den ersten Wochen nach dem Sommerurlaub ging es mir ziemlich schlecht. Schon oft stelle ich fest, dass mir der Wiedereinstieg ins Arbeiten nach längerer Pause schwer fällt, ich mich nur ungern daran gewöhne wieder ohne meinen Lieblingsmenschen zu sein. Dieses Mal war es besonders schlimm und ich entschied mich dazu über meine Sorgen und Ängste zu sprechen. Während der nächsten Wochen begann eine aufregende Zeit, in der ich unter anderem darüber sprach, wie mein Alltag aussähe, mit dem ich zufriedener wäre. Ich sagte, dass Lesen ein wichtiger Bestandteil davon sein sollte und dass ich es nicht schaffe, dieses in meinen Alltag zu integrieren. Allein dieses Gespräch darüber, dass ich gerne mehr lesen und mir bewusst Zeit dafür nehmen möchte, hat mir geholfen und ich las mehrere Abende die Woche – zwar immer nur ein paar wenige Seiten, aber ich tat es. Beim nächsten Gespräch berichtete ich davon und sie fragte „Wie haben Sie das geschafft?“ und ich sagte „Ich weiß es nicht, ich habe es einfach gemacht.“ – und genau das ist es doch: Machen. Jeder von uns hat 24 Stunden am Tag zur Verfügung und es liegt an dir und mir, wie wir diese 24 Stunden nutzen. Natürlich, wir müssen schlafen und haben alle Pflichten, aber dazwischen bleiben sicher ein paar Minuten, um es zu schaffen.

Hier ein paar neue Gewohnheiten, die ich seit Anfang September versuche, in mein Leben zu integrieren. Und auch, wenn ich bei manchen Dingen dachte, dass ich sie unmöglich schaffen würde, habe ich es geschafft.

  1. Adieu, Instagramsucht am Morgen, am Mittag, am Abend
  2. Kein Handy im Bett
  3. Früh und genau für den nächsten Tag vorbereiten und ab ins Bett – Lesen, wenn auch nur ein paar Seiten, hauptsache ab und zu lesen!
  4. Listen, Listen, Listen schreiben – mir hilft es sehr mir einfach Pläne zu machen, wenn ich merke, dass meine Wochen sehr voll sind, mache ich mir eine Übersicht, auf die ich bei Bedarf Notizen mache, um den Überblick zu behalten.
  5. Atmen – nur die Ruhe, alles wird gut. Denn in schlechten Momenten sollten wir uns darüber klar werden, was wir alles schon geschafft haben. Positiv an die Dinge rangehen, ändert schon oft sehr viel. In schlechten Situationen werden wir wissen, wie wir vogehen. Alles wird gut.

    Was sind eure Tipps für mehr Ruhe und Zeit für euch im Alltag?
    Alles Liebe, eure Lisa

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